Executive Summary

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GEXSO_Studie2_Grafik1Unternehmen, die einen besonders starken Technologiewandel erleben, transformieren auch in besonderem Maß ihre Supply Chain.

Diese Kernaussage der aktuell vorliegenden GEXSO-Studie ist auch Fazit eines Artikels des GEXSO-Partners LOGISTIK HEUTE mit dem Titel „Technologie als Katalysator“ (vgl. LOGISTIK HEUTE, Ausgabe 10/2014). Demnach wird Technologiewandel insbesondere in jenen Unternehmen wahrgenommen, die auch Produktionsstandorte und Lieferanten in anderen Weltregionen vermehrt suchen.

Fast 72 Prozent der befragten Teilnehmer der GEXSO-Studie geben an, einen starken Technologiewandel in der einen oder anderen Form bei sich im Unternehmen festzustellen. Fast ein Drittel dieser Unternehmen haben über eine Mrd. EUR Umsatz. Besonders deutlich zeigt sich der Wandel bei den Werkstoffen sowie elektronischen Komponenten. Unternehmen sehen diese beiden Bereiche als weit überdurchschnittlich oft von Innovationen und technologischen Entwicklungen betroffen. Im Einklang dazu werden neue Produktionsverfahren bei den Prozesstechnologien am häufigsten genannt.

GEXSO_Studie2_Grafik2Technologische Neuerungen basieren dabei in den meisten Fällen auf eigenen Innovationen. Teils ist der Wandel aber auch durch die Kunden getrieben. Eher weniger sehen Unternehmen Lieferanten oder gar staatliche Stellen als Treiber eines generellen Technologiewandels. Für die erfolgreiche Umsetzung technischer Innovationen sehen Unternehmen am ehesten eine generelle Strategie zur Identifikation und Erforschung neuer Technologien sowie eine offene Unternehmenskultur als gegeben an. Flexible und schnelle Entscheidungswege werden hingegen als Defizit gesehen. Auch ausreichende Budgets sind unterdurchschnittlich oft genannt.

Die Auswirkungen des technologischen Wandels sind in erster Linie in einer veränderten Produktionsinfrastruktur und neuen Lieferanten zu sehen. Auch Supply Chain-Prozesse werden vermehrt angepasst. Technologische Entwicklungen in Prozess- und Produkttechnologien haben also direkte Auswirkungen auf die Supply Chain. Gleichzeitig sind diejenigen Unternehmen, die einen besonders starken Technologiewandel angeben, auch im Schnitt besonders aktiv in der Globalisierung ihrer Supply Chain. So zeigen Unternehmen mit deutlichem Technologiewandel zugleich einen höheren erwarteten Veränderungsgrad der regionalen Verteilung der Produktionswerke in den nächsten fünf Jahren:

Generell unterliegen die meisten befragten Unternehmen einem deutlichen Globalisierungsprozess. So befinden sich für über 60 Prozent der Unternehmen mindestens die Hälfte der Kunden außerhalb der Heimatregion Westeuropa. 37 Prozent der Unternehmen planen, den Globalisierungsgrad ihrer Produktionswerke in den nächsten fünf Jahren noch zu steigern, 73 Prozent haben dies für das Beschaffungsvolumen vor.

Der in GEXSO als ‚Global Shift’ bezeichnete Trend bestätigt auch diesmal eine sinkende Bedeutung Westeuropas beim Anteil der Kunden, der Lieferanten, der Produktionsstätten und beim Beschaffungsvolumen in den nächsten fünf Jahren. Gewinner dieses Trends sind vor allem die Länder Ostasiens und für die Beschaffung auch Osteuropa. Diese von GEXSO wiederholt gezeigte Verschiebung verändert nachhaltig die Supply Chain-Strukturen der Unternehmen. Aufgrund des steigenden Globalisierungsgrads des Einkaufsvolumens rückt die Länderanalyse möglicher Beschaffungsmärkte stärker in den Fokus. Die Schwierigkeiten, denen die teilnehmenden Unternehmen am häufigsten im Beschaffungsprozess begegnen, sind Wechselkursschwankungen, Korruption und eine unzureichende Produktqualität der Lieferanten.

Dabei werden Russland und China gefolgt von Indien als die mit Abstand schwierigsten Länder wahrgenommen. In Russland werden die politischen Rahmenbedingungen und eine hohe Korruption als Hindernis gesehen; in China wird der Schutz des geistigen Eigentums zusätzlich als besonders schwierig erkannt; Indien hingegen steht in den Augen der Teilnehmer für eine unzureichende Infrastruktur und fehlendes Qualifikationsniveau von Arbeitskräften und Lieferanten. Eine hohe Attraktivität für Beschaffungsaktivitäten bei nur geringen Schwierigkeiten wird den osteuropäischen Ländern der EU sowie den USA und der Türkei attestiert. Obwohl China als einer der schwierigsten Beschaffungsmärkte gilt, versprechen sich die Studienteilnehmer dort ein hohes Potenzial und bescheinigen diesem Markt eine sehr hohe Attraktivität.


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Die Studienergebnisse zeigen, dass Unternehmen, die einen besonders starken Technologiewandel erleben, auch in besonderem Maß ihre Supply Chain transformieren. Demnach wirkt Technologiewandel als Katalysator für Globalisierung.

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